Montag, 29. Mai 2017

Ein Tier hat keine Geschichte

Mein Facebook-Freund Ralf Gutsmann hat eine Geschichte zu unseren Haustieren in seinem Buch "Frei" veröffentlicht. Die darf natürlich auf diesem Blog nicht fehlen. Hier ist sie:

"Warum teilen so viele Menschen ihr Heim und ihr warmes Bett mit Hunden, Katzen und anderen Haustieren? Wir könnten sagen, weil es geschieht. Dies ist auch richtig. Im Alltagsleben nehmen wir jedoch unbewusst wahr, dass ein Tier kein separates »Ich« und somit keine »Geschichte« hat. Dies wird meistens als sehr angenehm erlebt. Menschen umschreiben es damit, dass sie sich von ihren Tieren so akzeptiert fühlen, wie sie sind. Sie fühlen sich komplett gelassen, werden nicht bewertet und müssen sich vor ihren Lieblingen nicht rechtfertigen.

Im Beisein von Tieren kann der Geist zur Ruhe kommen. Die eigenen Geschichten finden im Gegenüber des Tieres viel weniger Projektionsfläche. Bei Menschen untereinander ist es so, dass sie sich im Energieaustausch in ihren Projektionen oder Bewertungen gegenseitig spiegeln und das Gefühl haben, sich verhalten zu müssen.

Bei Tieren fällt das weg, da diese keine Ich-Vorstellung haben. Im Gegenteil: Es kann sein, dass die Abwesenheit des Ichs bei dem pelzigen Freund uns unbewusst an unsere eigentliche Natur, die Leere bzw. das »Nichts« erinnert ... und somit sich Leere in Leere spiegeln kann!

Nehmt euch doch mal Zeit – wenn Ihr wollt – die Leere in eurem vierbeinigen Liebling zu entdecken. Schaut eurer Katze, Eurem Hund oder eurem Goldfisch mal in das Gesicht. Könnt ihr die Weite in seinem/ihrem Blick entdecken? Oder betrachtet mal euer Tier, wenn es schläft: Lässt sich darin nicht eine Form von Raum und Abwesenheit eines Ichs besonders gut erkennen?Woran liegt das? Tiere haben keine Vorstellung von einem Ich und repräsentieren – wie zum Beispiel auch der Baum – die Leere bzw. das »Nichts«, das von allem die wahre Natur ist. Dies nehmen wir unbewusst wahr und wir öffnen uns mehr unserer eigenen Natur, die selbstverständlich genauso leer ist wie die des Hundes, der Katze oder des Goldfisches.

Gerade für Menschen mit Depressionen, psychischen Erkrankungen oder Behinderungen sowie alte Menschen kann das Zusammenleben mit Tieren sehr heilsam sein. Diese werden mit ihrer eigentlichen Natur in Kontakt gebracht, sodass die eigene Geschichte in den Hintergrund treten kann. Das trifft natürlich auch auf jeden anderen Menschen zu.

Auch, wenn uns die Leere bei unseren Haustieren besonders auffällt, möchte ich hier noch mal darauf hinweisen, dass wir ja alle »Flasche leer« sind! Das heißt, dass alle Lebewesen und alles, was existiert auf diesem Planeten, nur dem Anschein nach existiert und die wahre Natur von allem Leere bzw. nichts ist. "

aus dem Buch "Frei" www.gutsmann.info
 

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